Sandra Türpe
 

Barfuß auf Federn - Hannah Siebern

Infos zum Buch

Verlag: Selfpublishing
Seiten: 422
Genre: Roman
Klappentext:
Mel und Cem sind das absolute Traumpaar - davon sind die Fans von Cems Youtubekanal überzeugt, auf dem die beiden sich gegenseitig mit versteckter Kamera Streiche spielen. Er, der coole, durchtrainierte Snowboarder- sie, die mollige Studentin, die jede Situation mit einem flotten Spruch zu retten weiß. 
Tatsächlich schwärmt Mel schon seit ihrer Kindheit für Cem. Es gibt da nur ein Problem: Er ist vergeben, und zwar ausgerechnet an Mels beste Freundin Lara! Bei einem gemeinsamen Skiausflug beschließt Mel, dass es endlich Zeit wird, ihre sinnlose Schwärmerei hinter sich zu lassen und sich einen Mann zu suchen. Doch leider ist Cem nicht der einzige Grund, warum sie bisher keinen festen Freund hatte. Es gibt nämlich etwas in ihrer Vergangenheit, von dem nicht einmal Cem und Lara etwas wissen. 
(Quelle: Amazon)

Rezension

„Barfuß auf Federn“ war dieses Jahr mein erstes Buch der 19für2019 – „Ich lese Selfpublisher-Bücher“- Challenge und damit von einer mir bisher unbekannten Autorin. Bei dem Buch handelt es sich um den sechsten Teil der „Barfuß-Reihe“, wobei es sich jeweils um abgeschlossene Geschichten handelt, die man unabhängig voneinander lesen kann.

Somit war es für mich auch kein Problem in die Geschichte zwischen Cem und Mel hineinzukommen. Nur beim Lesen hatte ich immer wieder Schwierigkeiten die Sichten auseinander zu halten. Ich lese sehr gerne Romane aus wechselnden Sichten, doch in diesem Fall waren die Erzählweisen der Sichten sich zu ähnlich, sodass es mir schwer fiel richtig in die Charaktere zu schlüpfen, was ich wirklich schade fand.

Die Idee ein ernsteres Thema mit Mels Krankheit in die Geschichte einzubringen, finde ich wirklich super, jedoch ging diese Thematik zwischenzeitlich etwas verloren und hat somit an „Wirkung“ verloren.

Das Ende des Buches kam für mich etwas sehr abrupt und damit leider auch weniger glaubwürdig herüber. Bei den beiden „Nebencharakteren“ Lara und Frederik schien das Happy End glatt aufgezwungen, was der sonst so runden und liebevollen Geschichte einen leichten Dämpfer verpasste.

 

In Gesamtheit war es ein wirklich schöner Liebesroman und ich habe das spielerisch, neckende Verhältnis zwischen total Cem und Mel wirklich genossen. Jedoch fehlte mir neben dem roten Pfaden der Liebesgeschichte ein wenig mehr Augenmerk auf das Drumherum, sodass solche Themen wie Mels Erkrankung nicht vergessen werden, sondern bewusst bleiben und den Leser am Ende vielleicht noch etwas mehr zum Denken anregen.