Sandra Türpe
 

  Ein Traum für uns - Marie Force

Infos zum Buch

Verlag: Fischer
Seiten: 288
Genre: Roman
Klappentext:
Mary Larkin liebt ihren Job im Green-Mountain-Countrystore der Familie Abbott und ihr ruhiges, wohlgeordnetes Leben. Mit der Ruhe ist es jedoch vorbei, als der weltgewandte Patrick Murphy auf der Bildfläche erscheint. Der attraktive Milliardär erobert Marys Herz im Sturm, und die beiden verbringen glückliche Tage voller Gefühl und Leidenschaft miteinander. 
Aber kann Mary Patricks Liebeschwüren trauen? Schließlich ist er als Lebemann bekannt, der seit dem Tod seiner ersten Frau nie wieder eine echte Beziehung geführt hat … (Quelle: Fischer)

Rezension

 Mehrere Monate habe ich auf das neue Buch von Marie Force gewartet und nun kam im Frühjahr endlich der nächste Teil der Green-Mountain-Serie raus. „Ein Traum für uns“ ist der achte Teil der Serie und meiner Meinung nach eine totale Enttäuschung.

Bisher habe ich mich nur selten so sehr über ein Buch geärgert und dabei ging es noch nicht mal nur um den Inhalt. Erstmal möchte ich zum Äußerlichen kommen. Natürlich ist mir gleich aufgefallen, dass das Buch dünner ist als seine Vorgänger, die mit gut 400 bis 500 Seiten für Liebesgeschichten schon echt dick sind. Da ist der aktuelle Band mit gerade mal 288 Seiten schon weit ab. Aber bei dieser Seitenzahl wurde schon unverschämt aufgeputscht.

Plötzlich beginnt in diesem Buch jedes neue Kapitel immer auf der rechten Seite, wodurch mal schnell 11 leere Buchseiten hinzugefügt wurden. Dann kommen auf einmal hinter der Danksagung noch Buchvorschläge, die sich mit weiteren 7 Seiten niederschlagen und zur Krönung des ganzen wurde gleich mal die gesamte Schrift größer gemacht, damit weniger Zeilen auf einer Buchseite sind.

Nun mal ehrlich, das sehe ich als reine Verarsche an, um es ganz hart auszudrücken. Man hätte auch ehrlich dazu stehen können, dass das neue Buch nun mal nur knapp 240 der 250 Seiten hat, anstatt solche Maschen anzuwenden und den Leser zu betrügen.

Nicht nur von der Länge her, müsste dieses Buch den Hinweis Kurzgeschichte tragen. Denn die fehlenden Seiten spiegeln sich im Inhalt wieder. Die Story war extrem flach im Vergleich zu dem, was man von Marie Force gewohnt war. Auch die Charaktere, die etwas älter sind, als bisher gewohnt, haben wenig tiefe und es drehte sich viel ums „Körperliche“, viele Gefühle hat man da nicht gemerkt. Und der große Knall in der Geschichte, der Wendepunkt, der die Geschichte am Ende noch einmal richtig anheizt, fehlte völlig.

Was soll ich dazu noch sagen? Ich spreche nur ungern so negativ über ein Buch, aber ich denke, dass dieses Buch den Titel „Enttäuschendes Buch 2019“ durchaus verdient hat und wahrscheinlich auch den Rest des Jahres für sich beansprucht.